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Indem er einerseits die wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten (durch Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft, Tourismus und Nahererholung) sowie andererseits ihren Wert als Ent-lastungsräume für angrenzende, dichter besiedelte Bereiche hervorhebt, zeigt GEPP die vorhandenen Potenziale von Auengebieten auf. Bislang wurden Auenlandschaften jedoch vorrangig aus Sicht der Wasserwirtschaft und des Naturschutzes betrachtet. Die Rolle der Landwirtschaft und deren Bedeutung in der rezenten Aue konnte in dieser sektoralen Sicht oftmals nicht umfassend betrachtet und bewertet werden. Daher wird der Einbindung der Landwirtschaft und landwirtschaftsnahen Nutzung zum Erhalt der "Kulturlandschaft rezente Aue" im Rahmen dieses Projektes besonderes Augen-merk geschenkt. Es gilt nun unter Beachtung der oben genannten Gesichtspunkte nach GEPP, eine möglichst nachhaltige und wirtschaftliche Form der Landbewirtschaftung der verbliebenen Auenflächen zu finden. Ziel des Projektes ist die Konzeption von landwirtschaftlichen sowie landwirtschaftsnahen Nutzungsperspektiven in der "Kulturlandschaft rezente Aue", wobei das Prinzip der Multifunktionalität die Grundlage darstellt. Mit der Einführung des Multifunktionalitäts-Konzeptes durch die Landwirtschaftsminister der Europäischen Union am 5./6. März 1998 wurde anerkannt, dass die Landwirtschaft neben ihrer primären Aufgabe der Nahrungsmittel- und Faserproduktion zahlreiche weitere Funkti-onen erfüllt. Hierzu zählen u.a. die Gestaltung und Pflege der Kulturlandschaft aber auch die sozioökonomische Stabilisierung der ländlichen Gebiete durch landwirtschaftliche Nutzung. Die politischen Rahmenbedingungen für eine stärkere Betonung der multifunktionalen Leistungen der Landwirtschaft werden durch den Ausbau der zweiten Säule der EU-Agrarpolitik im Rahmen der Agenda 2000, die Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes und den rheinland-pfälzischen Entwicklungsplan "ZIL - Zukunftsinitiative für den ländlichen Raum für den Zeit-raum 2000 - 2006" festgelegt. Die Landwirtschaft ist Teil der Kulturlandschaft "rezente Rheinaue" und sollte erhalten bleiben. Gerade in sensiblen Bereichen wie den rezenten Auen trägt die Landwirtschaft jedoch eine besondere Verantwortung, so dass den multifunktionalen Nutzungen der Landwirtschaft eine höhere Bedeutung zukommt. Das Teilprojekt D im Rahmen der IRMA I-Aktivitäten greift diese Problematik auf und ist darauf ausgerichtet, die zukünftige Rolle der Landwirtschaft bei der "multifunktionalen Entwicklung von Überschwemmungsauen" herauszuarbeiten. Es werden verschiedene Nutzungsalternativen für die Landwirtschaft aufgezeigt und deren Per-spektiven diskutiert. Zielvorstellung dabei ist die Erhaltung der Kulturlandschaft "rezente Rheinaue" mit der Landwirtschaft als integralem Bestandteil. Die Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Produktion verlangt nach Nutzungsformen, die den Ansprüchen von Ökologie, Ökonomie und Sozialem gerecht werden.
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