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Vom Hochwasser überschwemmte
Fluss- und Stromauen sind einmalige Landschaftsräume. Ihre Funktionen
im Naturhaushalt, aber auch ihre Nutzungen durch den Menschen sind vielfältig:
Die Auen sind wertvolle Lebensräume für viele Pflanzen und Tiere
und dienen den Menschen zur Naherholung und Freizeit. Auch die Land- und
Forstwirtschaft findet dort ihren Platz.
Dass Hochwasserschutz, Naturschutz, Naherholung und Land- und Forstwirtschaft
in den Auen neben- und miteinander existieren können, zeigt das rheinland-pfälzische
IRMA-Projekt Multifunktionale Entwicklung von Überschwemmungsauen.
IRMA steht dabei für Interreg Rhein-Maas Aktivitäten. Die EU
hat das Programm gestartet, um an den großen europäischen Strömen
Rhein und Maas das solidarische Handeln aller Bewohner zu fördern.
Ziel ist die Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit bei der Verringerung
des Hochwasser-
risikos.
Denn immer wieder stoßen Planung und Ausweisung von Überschwemmungsräumen
in den Flussauen vor Ort auf Widerstand. Befürchtungen werden laut,
die neuen Auen könnten an Wert verlieren und nicht mehr
in vollem Umfang nutzbar sein.
Dass die Nutzung der Auen als Überschwemmungsraum bei Hochwasser
aber vor allem den Nachbarkommunen stromabwärts zugute kommt, bleibt
mancherorts unbeachtet. Hier müssen wir noch weitere Anstrengungen
leisten, den Bewohnern der Flusslandschaften deutlich vor Augen zu führen,
dass ein effektiver Hochwasserschutz nur dann möglich ist, wenn in
der großen Solidargemeinschaft aller Anlieger jeder einzelne seinen
Beitrag dazu leistet.
Dass die Reaktivierung und Nutzung der Flussauen auch einen Gewinn für
die Menschen vor Ort bringen kann, zeigen die von uns entwickelten Visionen
und Leitbilder für das Leben am Strom.
Nutzen Sie die Chancen, die diese einmaligen Lebensräume bieten.
Gemeinsam profitieren alle davon.
Margit Conrad
Ministerin für Umwelt und Forsten Rheinland-Pfalz
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Margit
Conrad
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