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Dokumentation
von Beispielen der schonenden Bewirtschaftung von sensiblen Niederschlagsflächen
und Bachauen in der Landwirtschaft
Jörg Weikel u.
Danja Bender |
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gezippte
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Zusammenfassung
Das
Auftreten von Hochwasserereignissen ist eine Folge des Verlustes natürlicher
Wasserspeicher, welcher durch verschiedene Gegebenheiten verursacht wird:
Beispielsweise Gewässerausbau bzw. -begradigung, Versiegelung, Bebauung
von Überschwemmungsgebieten, Waldrodung wie auch standortfremde Landbewirtschaftung
in der Aue (MUF, MWVLW 1999: Tafel 2). Eine schonende Bewirtschaftung
von sensiblen Niederschlagsflächen und Bachauen in der Landwirtschaft
kann somit einen Teilbeitrag zum Hochwasserschutz liefern.
Das Projekt beschäftigt sich mit schonenden Bewirtschaftungsverfahren
von sensiblen Niederschlagsflächen und Bachauen in der Landwirtschaft
in Rheinland-Pfalz. Dabei geht es vor allem um die Vermeidung von Bodenabtrag
sowie eine erhöhte Infiltration von Niederschlagswasser auf landwirtschaftlich
genutzten Flächen.
Der erste Teil der Arbeit liefert eine Übersicht über schonend
wirtschaftende Betriebe in Rheinland-Pfalz. Es wird die Zahl der Betriebe
und deren Verteilung in Rheinland-Pfalz dargestellt, die am Förderprogramm
Umweltschonende Landbewirtschaftung (FUL) teilnehmen,
in dessen Grundsätzen Maßnahmen der konservierenden Bodenbearbeitung
verankert sind.
Etwa 1400 Betriebe sind nach den Angaben der Erzeugerzusammenschlüsse
derzeit als FUL-Teilnehmer registriert. Sicherlich gibt es weitere Betriebe,
die bodenschonend wirtschaften, die aber aufgrund fehlender Registrierung
nicht erfasst werden konnten.
Im zweiten Teil sind 7 Betriebe in verschiedenen Regionen von Rheinland-Pfalz
dokumentiert, die seit Jahren beispielhaft schonende Verfahren der Bodenbearbeitung
auf sensiblen Niederschlagsflächen und Bachauen praktizieren. Der
Landwirt benötigt ein flexibles Anbausystem, welches sich mit seinem
betriebsinternen System vereinbaren lässt. Unterschiedliche Verfahren
der schonenden Bodenbearbeitung sind bereits bekannt, die
sich in der Praxis bewährt haben. Dazu zählen u.a. die konservierende
Bodenbearbeitung mit Mulchsaatverfahren (Zwischenfrucht und Stroh), die
reduzierte Bodenbearbeitung und der Zwischenfruchtanbau über Winter.
Die langjährigen positiven Erfahrungen der 7 dokumentierten Betriebe
überzeugen und liefern Anregungen für interessierte Landwirte,
sich mit bodenschonenden Verfahren auseinander zu setzen und an zu wenden.
Die Befragungen zeigen, dass vor allem durch eine möglichst ganzjährige
Bodenbedeckung Erosion und oberflächennaher Wasserabfluss vermieden
werden kann. Dieser Ansatz kann durch den Anbau von Zwischenfrüchten
über Winter, Untersaaten und die Fruchtfolgegestaltung erreicht werden.
Weitere Vorteile liegen in einem geringeren Arbeitsaufwand, einem stabileren
Bodengefüge und einem aktiveren Bodenleben.
© Landesamt für Wasserwirtschaft Rheinland Pfalz, Kontakt info@irma-lfw-rp.de
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